Preloader
Auf dieser Website werden Daten wie z.B. Cookies gespeichert, um wichtige Funktionen der Website, einschließlich Analysen, Marketingfunktionen und Personalisierung zu ermöglichen. Sie können Ihre Einstellungen jederzeit ändern oder die Standardeinstellungen akzeptieren.
Cookie Hinweise
Datenschutzregelung
28.05.2026

Docker installieren

Für unsere lokale Entwicklungsumgebung kann Docker direkt innerhalb von WSL installiert werden. Docker Desktop wird dafür nicht benötigt. Das ist besonders sinnvoll, wenn die Entwicklungsumgebung schlank bleiben soll und Docker wie auf einem Linux-Server direkt über die Konsole verwendet wird.

Die folgende Anleitung geht von Ubuntu unter WSL 2 aus.

Voraussetzungen prüfen

Zuerst sollte geprüft werden, ob WSL mit Version 2 verwendet wird.

wsl --list --verbose

Die verwendete Ubuntu-Distribution sollte mit Version 2 angezeigt werden. Falls dort noch Version 1 steht, kann sie umgestellt werden:

wsl --set-version Ubuntu 2

Anschließend Ubuntu starten:

wsl


System aktualisieren

innerhalb von Ubuntu wird zuerst das System aktualisiert:

sudo apt update
sudo apt upgrade -y

Danach werden einige benötigte Grundpakete installiert:

sudo apt install -y ca-certificates curl gnupg lsb-release


Docker-Repository hinzufügen

Docker sollte nicht aus den normalen Ubuntu-Paketquellen installiert werden, sondern über das offizielle Docker-Repository. Dadurch wird eine aktuelle Docker-Version installiert. Docker empfiehlt dafür die Einrichtung des eigenen APT-Repositorys.

Zuerst wird der Ordner für die Paket-Schlüssel angelegt:

sudo install -m 0755 -d /etc/apt/keyrings

Dann wird der offizielle Docker-Schlüssel heruntergeladen:

curl -fsSL https://download.docker.com/linux/ubuntu/gpg | sudo gpg --dearmor -o /etc/apt/keyrings/docker.gpg

Die Datei bekommt anschließend die passenden Leserechte:

sudo chmod a+r /etc/apt/keyrings/docker.gpg

Danach wird das Docker-Repository eingetragen:

echo \
  "deb [arch=$(dpkg --print-architecture) signed-by=/etc/apt/keyrings/docker.gpg] https://download.docker.com/linux/ubuntu \
  $(. /etc/os-release && echo "$VERSION_CODENAME") stable" | \
  sudo tee /etc/apt/sources.list.d/docker.list > /dev/null

Anschließend werden die Paketquellen neu geladen:

sudo apt update


Docker Engine installieren

Nun kann Docker installiert werden:

sudo apt install -y docker-ce docker-ce-cli containerd.io docker-buildx-plugin docker-compose-plugin

Damit werden Docker Engine, die Docker CLI, Containerd, Buildx und Docker Compose installiert.
 

Docker-Dienst starten

Docker läuft als Dienst innerhalb von WSL. Der Dienst kann manuell gestartet werden:

sudo service docker start

Danach kann geprüft werden, ob Docker funktioniert:

docker --version
docker compose version

Ein einfacher Funktionstest ist:

sudo docker run hello-world

Wenn Docker korrekt installiert ist, wird ein Test-Container gestartet und eine Erfolgsmeldung ausgegeben.


Docker ohne sudo verwenden

Damit Docker-Befehle nicht jedes Mal mit sudo ausgeführt werden müssen, wird der eigene Benutzer zur Gruppe docker hinzugefügt:

sudo usermod -aG docker $USER

Danach muss WSL einmal vollständig beendet und neu gestartet werden. Dazu in PowerShell ausführen:

wsl --shutdown

Anschließend Ubuntu wieder starten und testen:

docker run hello-world

Wenn der Befehl ohne sudo funktioniert, ist die Benutzerberechtigung korrekt eingerichtet.
 

Docker automatisch mit WSL starten

Da Docker Desktop nicht verwendet wird, startet Docker nicht automatisch über Windows. Der Docker-Dienst muss innerhalb von WSL laufen.

Eine einfache Variante ist, Docker beim Start der Shell automatisch zu starten. Dazu wird die Datei ~/.bashrc geöffnet:

nano ~/.bashrc

Am Ende der Datei wird Folgendes ergänzt:

if ! service docker status > /dev/null 2>&1; then
    sudo service docker start
fi

Danach speichern und die Konsole neu öffnen.

Wichtig: Diese Variante kann beim Start der Konsole nach dem Linux-Passwort fragen, weil der Docker-Dienst mit sudo gestartet wird.
 

Optional: systemd in WSL aktivieren

Alternativ kann systemd in WSL aktiviert werden. Dann kann Docker wie auf einem normalen Linux-System über systemctl verwaltet werden.

Dazu wird die Datei /etc/wsl.conf geöffnet:

sudo nano /etc/wsl.conf

Folgender Inhalt wird eingetragen:

[boot]
systemd=true

Danach WSL vollständig beenden:

wsl --shutdown

Ubuntu erneut starten und Docker aktivieren:

sudo systemctl enable docker
sudo systemctl start docker

Prüfen:

systemctl status docker

Diese Variante ist sauberer, wenn Docker regelmäßig in WSL genutzt wird.


Projektordner verwenden

Docker-Projekte sollten möglichst direkt im WSL-Dateisystem liegen, zum Beispiel unter:

~/projects

Der Ordner kann so angelegt werden:

mkdir -p ~/projects
cd ~/projects

Projekte unter /mnt/c/... funktionieren zwar grundsätzlich, sind aber bei Docker, Composer und vielen Dateioperationen oft langsamer und fehleranfälliger.


Abschluss

Nach der Installation steht Docker direkt innerhalb von WSL zur Verfügung. Docker Desktop wird nicht benötigt. Projekte können nun über Docker Compose gestartet werden, zum Beispiel mit:

docker compose up -d

Damit ist die lokale Docker-Umgebung schlank, servernah und gut für die Arbeit mit Git, Composer und lokalen Entwicklungsprojekten geeignet.