Für die lokale Entwicklungsumgebung unter Windows verwenden wir WSL. WSL steht für Windows Subsystem for Linux und ermöglicht es, eine Linux-Umgebung direkt unter Windows zu nutzen. Dadurch können typische Linux-Werkzeuge, Docker-Projekte, Git-Repositories und Konsolenbefehle in einer Umgebung verwendet werden, die der späteren Serverumgebung deutlich näherkommt.
Der Vorteil von WSL liegt darin, dass lokale Entwicklungsprojekte sauberer und zuverlässiger ausgeführt werden können als direkt über das Windows-Dateisystem. Besonders bei Docker, Composer, Git und Shell-Skripten ist WSL eine sinnvolle Grundlage für eine standardisierte Arbeitsweise.
Für die Nutzung von WSL wird ein aktuelles Windows-System benötigt. Unter Windows 11 kann WSL in der Regel direkt über die Konsole installiert werden. Microsoft empfiehlt dafür den Befehl wsl --install. Dieser installiert WSL und standardmäßig auch eine Linux-Distribution wie Ubuntu.
Zusätzlich sollte Virtualisierung im BIOS beziehungsweise UEFI aktiviert sein. Falls WSL oder Docker später nicht korrekt startet, ist dies einer der ersten Punkte, die geprüft werden sollten.
Zuerst wird PowerShell als Administrator geöffnet. Anschließend wird folgender Befehl ausgeführt:
wsl --installNach der Installation sollte der Computer neu gestartet werden. Beim ersten Start der Linux-Umgebung wird ein Benutzername und ein Passwort für die Linux-Distribution angelegt. Diese Zugangsdaten gelten nur innerhalb der WSL-Umgebung. Bitte folgende Daten verwenden:
User: agentur77
Passwort: ******(Standardpasswort)
Nach der Installation kann geprüft werden, ob WSL korrekt eingerichtet wurde. Dazu wird in PowerShell folgender Befehl ausgeführt:
wsl --list --verboseDie Ausgabe zeigt die installierten Linux-Distributionen und die verwendete WSL-Version. Für unsere lokale Entwicklung sollte WSL 2 verwendet werden, da diese Version besser für Docker und moderne Entwicklungsumgebungen geeignet ist. Neue Installationen über wsl --install werden laut Microsoft standardmäßig mit WSL 2 eingerichtet.
Falls eine Distribution noch mit WSL 1 läuft, kann sie auf WSL 2 umgestellt werden:
wsl --set-version Ubuntu 2Nach der Einrichtung kann Ubuntu über das Startmenü oder direkt über die Konsole gestartet werden:
wslAnschließend sollte das System einmal aktualisiert werden:
sudo apt update
sudo apt upgrade -yDamit ist die Linux-Umgebung grundsätzlich einsatzbereit.
Für die lokale Entwicklung werden einige grundlegende Werkzeuge benötigt. Diese können innerhalb von WSL installiert werden:
sudo apt install -y git curl unzip zip ca-certificatesDiese Pakete werden unter anderem für Git-Repositories, Downloads, Composer-Pakete und Shell-Skripte benötigt.
Entwicklungsprojekte sollten möglichst direkt innerhalb des WSL-Dateisystems gespeichert werden, zum Beispiel unter:~/projects
Dazu kann ein Projektordner angelegt werden:
mkdir -p ~/projects
cd ~/projectsEs ist technisch möglich, auf Windows-Laufwerke über Pfade wie /mnt/c/ zuzugreifen. Für Docker-, Composer- und Git-Projekte ist das WSL-Dateisystem jedoch meistens stabiler und performanter.
Damit aus WSL heraus auf interne Git-Repositories zugegriffen werden kann, muss innerhalb von WSL ein SSH-Key vorhanden sein. Falls noch kein SSH-Key existiert, kann einer erstellt werden:
ssh-keygen -t ed25519 -C "deine-email@example.de"Der öffentliche Schlüssel kann anschließend angezeigt und im GitLab-Profil hinterlegt werden:
cat ~/.ssh/id_ed25519.pubDanach sollte der Zugriff auf den Git-Server getestet werden:
ssh -T git@ssh.gitlab.projekteverwaltung.deWenn die Verbindung erfolgreich ist, können Repositories direkt aus WSL heraus geklont werden.